Oh die Nacht war wieder schlimm, ich hab fast überhaupt nicht geschlafen, ständig diese Gedanken die einen wach halten. Heute in einer Woche geht es wieder in die Kita und dann habe ich auch sofort einen Lehrerbesuch, das heißt: ich muss funktionieren! Wie das klappenn soll, weiß ich allerdings auch noch nicht.
Schon mindestens zehn mal habe ich versucht die Planung für die Aktion mit den Kindern zu schreiben, aber immer wenn ich versuche mich wirklich darauf zu konzentrieren, schweifen meine Gedanken ab und ich stehe und totaler Anspannung. Das Gefühl kann man sehr schlecht beschreiben... stellt euch vor jemand sticht euch ein paar stumpfe Messer in den Bauch und ihr müsst euch zusammenreißen, so ist es jeden Tag! Das einzige was mir gegen diesen unerträglichen Druck bis jetzt immer geholfen hat, war eben mich selbst zu verletzten, so grausam es auch klingt und so sinnlos es für mein Umfeld auch erscheint. Dadurch konnte ich wenigstens für 1/2 Stunden den Druck abbauen und das sogar ganz ohne schlimme Schmerzen, denn mein normales Körper- und Schmerzempfinden habe ich mittlerweile auch verloren. Schon oft wurden mir Medikamente angeboten, damit ich das in den Griff bekomme, aber ich kann das schlecht annehmen, denn was machen die Medikamente schon mit mir? Sie lenken mich weder ab, noch lindern sie den Druck, sie machen müde und ich fühle mich erschöpft und so kann ich auch nichts schaffen. Abgesehen davon, habe ich riesige Angst vor solchen Medikamenten, wie auch vor einer Therapie. Warum? Das ist wieder ein Punkt den sicher niemand nachvollziehen kann. Ich frage mich einfach: "Wer bin ich denn dann, wenn ich im Moment garnicht der Mensch bin, der ich sein sollte? Und wie geht es dann weiter?", ja das ist totale Existenzangst, ich weiß selbst nicht, was für ein Mensch ich grade bin, aber andererseits möchte ich mich auch nicht verlieren.
Am schlimmsten sind diese Momente in denen ich mit anderen Menschen über meine Probleme sprechen muss und sie mich zu 100% falsch verstehen! Das macht mich total wütend, auch auf mich selbst. Das ist so ungerecht und ich bin überzeugt davon, dass die einzigen Menschen die mich ansatzweise Verstehen auch Borderline Patienten sind. Trotzdem könnte ich mir nie vorstellen in eine Gruppentherapie zu gehen.
Was ich außerdem noch ganz schrecklich finde, ist dieses Gefühl überall abgewiesen zu werden, nicht willkommen zu sein, eben eine Belastung zu sein. Am schlimmsten ist das in der Schule, da weiß ich manchmal garnicht wo ich hingehöre, daher mag ich es auch nicht in Gruppen zu arbeiten, nein besser gesagt: ich HASSE Gruppenarbeit! Abgesehen davon, dass ich den Sinn dahinter nicht verstehe, werde ich dann innerlich wieder total unruhig und das Dilemma geht dann zuhause wieder los. Dann haben sich meine schlechten Eindrücke so gestaut, dass ich wieder Druck ablassen muss und der restliche Tag ist für mich und mein näheres Umfeld gelaufen. Das schlimme ist an Gruppenarbeit auch noch, dass ich mich mit so vielen verschiedenen Menschen auseinandersetzten muss, das hat dann meistens nichts damit zutun, ob ich diese Menschen mag oder nicht. Ich werde dann so vielen Reizen ausgesetzt, die ich von gut und böse meistens garnicht unterscheiden kann, jedes Wort und jede Körperbewegung können mich dann total aus der Bahn werfen. Genau so geht es mir auch oft bei Gesprächen die ich mit einer einzigen Person führen muss, deshalb würde ich dann am liebsten garnichts sagen. Grade fällt mich ein, dass nach dem Lehrersbesuch auch noch ein Gespräch auf mich zu kommt, auch noch ein Reflexionsgespräch. Was zudem besonders schlimm ist, ist die Tatsache, dass ich in 7 Tagen damit zurecht kommen muss, jetzt ist meine Anspannung schon an der oberen Grenze, wenn es ganz schlimm wird, kann ich mir schon ausmalen wie der Tag dann endet: Ich schlafe die ganze Nacht nicht, habe kein Hunger/Durst, bekomme eine Panikatacke nach der anderen werde dann sauer, weil ich mich nicht beruhigen und zusammenreißen kann und dann schneide ich mir noch bevor ich in die Kita fahre die Arme auf, das hilft mir vielleicht etwas um mich abzulenken.
Dienstag, 13. November 2012
Montag, 12. November 2012
Was ist Borderline?
Ich möchte jetzt endlich mal allen Vorurteilen ein Ende setzen und euch erklären, um was es sich bei einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung wirklich handelt. Im Internet gibt es ja mittlerweile unzählige Seiten die eine sehr ausführliche Erklärung liefern sollen, doch da gibt es einige Aspekte die einfach überhaupt nicht zutreffen, deshalb habe ich jetzt eine eigene Definition zusammen gestellt.
Borderline-Persönlichkeitsstörung (abgekürzt BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet ist.[1]
Typische Merkmale:
Die projektive Identifikation ist ein Abwehrmechanismus, bei dem Teile des Selbst abgespalten und auf eine andere Person projiziert werden. Diese wird dann unbewusst als Teil des eigenen Selbst empfunden. Dadurch werden eigene Inhalte (Werte, Gedanken, Gefühle) als die der anderen Person wahrgenommen.
Die typischen Denkweisen bestehen speziell in bestimmten Situationen und in Verbindung mit bestimmten Objekten, z. B. wenn der Betroffene stark emotionalisiert ist und bei für ihn bedeutsamen Dingen. Daneben sind Borderline-Persönlichkeiten auch in der Lage, ganz normal wie jeder andere Mensch zu denken.
Nach Mehrheitsmeinung sind dissoziative Störungen eine natürliche
Reaktion auf extreme seelische Belastungen. Unverarbeitbare Erlebnisse
werden zeitlos „eingefroren“ und – je nach Schwere – in
unterschiedlichem Ausmaß von der Persönlichkeit abgetrennt. Sie
beinhalten extreme Gefühle und Gedanken bis hin zu mehr oder weniger
autarken Persönlichkeitsanteilen, die gegensätzlich sind und später
wieder aktiviert werden können.
Bei (BPS-)Betroffenen treten solche Störungen in verschiedenen Schweregraden auf und auch in verschiedenen Arten. Dazu gehören Depersonalisation, Derealisation, Dämmerzustände, Denkstörungen, (Teil-)Amnesien, Hymnesien (negative Überflutungen), Zwangsgedanken, sowie Kontrollverlust, wenn emotionsgeladene Abspaltungen (re-)aktiviert werden.
Durch die extreme Gefühlslage kann es zu impulsiven Verhaltensweisen kommen, speziell bei schmerzhafter oder vermeintlicher Kränkung sowie bei zwischenmenschlichen Konflikten.
Bei Konversationen untersuchen Betroffene die Äußerungen und Kommunikationssignale (Gestik, Mimik, Sprechweise) sehr intensiv auf bestimmte Merkmale; in Beziehungen auf vermeintliche oder tatsächliche Abweichungen des Verhaltens (Tragen von Schmuckstücken, Arbeits-Ende). Das kann aus Misstrauen
(resp. Angst) geschehen oder wegen möglicher Kränkungen.
Die verschiedenen Formen des SVV resultieren immer aus bestimmten Gründen. Zum Beispiel dient Hochrisikoverhalten dazu, Ohnmachtsgefühle zu stabilisieren. Gründe für körperliche Selbstverletzungen können sein (nach Sachsse 2001):
Borderline-Persönlichkeitsstörung (abgekürzt BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet ist.[1]
Typische Merkmale:
- Der Betroffene will nicht alleine sein, will Trennungen vermeiden, und das auf jeden Fall.
- Zwischenmenschliche Beziehungen sind zwar intensiv, aber auch sehr instabil, Hass und Liebe wechseln sich häufig ab.
- Der Betroffene hat eine gestörte Identität. Er hat eine gestörte Selbstwahrnehmung.
- Der Betroffene verletzt sich oft selbst.
- Der Betroffene ist auffällig unausgeglichen und instabil. Häufig sind auch Angst und Reizbarkeit oder depressive Stimmungen zu bemerken.
- Der Betroffene fühlt sich leer und ihm ist langweilig
- Der Betroffene mißtraut phasenweise jedem, in Krisen schaltete er komplett ab. Er erlebt sich selbst fremd und verändert.
Denkmuster
BPS-Betroffene weisen charakteristische Denkmuster auf, die auch als „Schwarz-Weiß-Denken“ bezeichnet werden. . Es gelingt selten, von emotional bedeutsamen Menschen eine konstante Vorstellung zu behalten. .Die projektive Identifikation ist ein Abwehrmechanismus, bei dem Teile des Selbst abgespalten und auf eine andere Person projiziert werden. Diese wird dann unbewusst als Teil des eigenen Selbst empfunden. Dadurch werden eigene Inhalte (Werte, Gedanken, Gefühle) als die der anderen Person wahrgenommen.
Die typischen Denkweisen bestehen speziell in bestimmten Situationen und in Verbindung mit bestimmten Objekten, z. B. wenn der Betroffene stark emotionalisiert ist und bei für ihn bedeutsamen Dingen. Daneben sind Borderline-Persönlichkeiten auch in der Lage, ganz normal wie jeder andere Mensch zu denken.
Dissoziative Symptome
Häufig verbreitet sind schwere dissoziative Symptome, die bei jeder BPS bestehen.
Bei (BPS-)Betroffenen treten solche Störungen in verschiedenen Schweregraden auf und auch in verschiedenen Arten. Dazu gehören Depersonalisation, Derealisation, Dämmerzustände, Denkstörungen, (Teil-)Amnesien, Hymnesien (negative Überflutungen), Zwangsgedanken, sowie Kontrollverlust, wenn emotionsgeladene Abspaltungen (re-)aktiviert werden.
Sozialverhalten
Im Umgang mit anderen Menschen fällt es Betroffenen meist schwer, Nähe und Distanz zu regulieren. Dabei spielen die kontrastierenden Ängste vor Nähe und Ängste vor dem Alleinsein eine entscheidende Rolle.Durch die extreme Gefühlslage kann es zu impulsiven Verhaltensweisen kommen, speziell bei schmerzhafter oder vermeintlicher Kränkung sowie bei zwischenmenschlichen Konflikten.
Bei Konversationen untersuchen Betroffene die Äußerungen und Kommunikationssignale (Gestik, Mimik, Sprechweise) sehr intensiv auf bestimmte Merkmale; in Beziehungen auf vermeintliche oder tatsächliche Abweichungen des Verhaltens (Tragen von Schmuckstücken, Arbeits-Ende). Das kann aus Misstrauen
(resp. Angst) geschehen oder wegen möglicher Kränkungen.
Selbstverletzendes Verhalten
Selbstverletzendes Verhalten (SVV) bei der BPS ist von Suizidalität abzugrenzen, weil SVV nicht mit Selbstmordabsicht betrieben wird. Es gibt verschiedene Arten selbstverletzenden Verhaltens im engeren Sinne, wie körperliche Selbstverletzungen durch Schneidwerkzeuge, Schläge gegen den eigenen Körper oder gegen harte Oberflächen wie Wände (in manchen Fällen bis zum Knochenbruch), Verbrennungen, Verätzungen und andere Methoden. Außerdem gibt es indirektere Formen wie Substanzmissbrauch, SVV durch Essstörungen und allgemein durch exzessive Verhaltensweisen. Selbstverletzendes Verhalten im weiteren Sinne kann durch bewusste oder unbewusste Handlungen erfolgen, die den Betroffenen gefährden, in eine schlechtere Lage bringen oder ihm Ärger einbringen.Die verschiedenen Formen des SVV resultieren immer aus bestimmten Gründen. Zum Beispiel dient Hochrisikoverhalten dazu, Ohnmachtsgefühle zu stabilisieren. Gründe für körperliche Selbstverletzungen können sein (nach Sachsse 2001):
- Um innere Spannungen zu lösen
- Als Selbstbestrafung gegen Schuldgefühle
- Zur Reorientierung bei schweren dissoziativen Zuständen
- Um sich wieder zu spüren (Betroffene verlieren manchmal ein normales Körpergefühl)
- Um sich Kicks zu verschaffen (SVV kann euphorisieren, weil dadurch Serotonin ausgeschüttet wird, an dem es vielen Betroffenen zumindest zeitweise mangeln kann)
Das bin ich...
...hier möchte ich mich erstmal vorstellen.
Ich bin weiblich, 21 Jahre alt und mache zurzeit eine schulische Ausbildung zur Erzieherin.
Meinen richtigen Namen werde ich hier nicht preisgeben und das hat auch einen guten Grund: In diesem Blog möchte ich vorallem über meine Krankheit, die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (oder auch "Borderline" genannt) berichten und eben einfach mal alles loswerden, was mich grad beschäftigt!
Ich bin weiblich, 21 Jahre alt und mache zurzeit eine schulische Ausbildung zur Erzieherin.
Meinen richtigen Namen werde ich hier nicht preisgeben und das hat auch einen guten Grund: In diesem Blog möchte ich vorallem über meine Krankheit, die emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (oder auch "Borderline" genannt) berichten und eben einfach mal alles loswerden, was mich grad beschäftigt!
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